Die Geschichte des Vienna Beethoven Conservatory

Die Idee zur Gründung des Vienna Beethoven Conservatory entstand im Sommer 2020. In jenem Jahr feierte die internationale Musikwelt den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Genau zu dieser Zeit entstand bei zwei Menschen mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Management, Unternehmertum, Kultur und Veranstaltungswesen die gemeinsame Idee, eine neue Bildungseinrichtung im Bereich der musikalischen Ausbildung zu schaffen. Diese beiden Personen waren Peter Pointner und Siranush Galoyan-Tkachenko.

Beide Gründer waren über viele Jahre hinweg in unterschiedlichen Bereichen von Wirtschaft und Kultur tätig. Peter Pointner gründete und entwickelte die Gastrobörse, eine der bekannten österreichischen Vermittlungsagenturen für Immobilien im Gastronomiebereich.

Siranush Galoyan-Tkachenko war bereits vor der Gründung des Konservatoriums im Bereich Kulturmanagement, internationaler Kulturprojekte und Künstlermanagement tätig. Über die Galoyan Art Agentur erfolgte die Zusammenarbeit mit Künstlern, Veranstaltungsstätten, Kultureinrichtungen und Veranstaltern sowohl in Österreich als auch international.

Durch ihre Tätigkeit in diesen Bereichen begegneten die Gründer immer wieder derselben Herausforderung. Jedes Jahr absolvieren zahlreiche talentierte Musiker Universitäten, Kunsthochschulen und Konservatorien. Nach Abschluss ihrer Ausbildung stehen viele von ihnen jedoch vor einer bedeutenden Herausforderung: Trotz ihrer fachlichen Qualifikation und ihres künstlerischen Potenzials fehlen häufig praktische Erfahrungen, berufliche Netzwerke und konkrete Möglichkeiten für einen erfolgreichen Karrierestart.

Diese Beobachtung führte die Gründer zu einer wichtigen Frage.

Warum beschränken sich viele Bildungseinrichtungen ausschließlich auf die Ausbildung, während der Weg vom Abschluss auf die professionelle Bühne vollständig in der Verantwortung der Absolventen liegt?

Aus dieser Fragestellung entstand die grundlegende Idee des Vienna Beethoven Conservatory.

Die Gründer wollten eine Institution schaffen, die musikalische Ausbildung und berufliche Entwicklung miteinander verbindet. Die Studierenden sollten nicht nur Wissen erwerben, ihre künstlerischen Fähigkeiten weiterentwickeln und Prüfungen absolvieren, sondern bereits während ihrer Ausbildung die Möglichkeit erhalten, an Konzerten und Kulturprojekten mitzuwirken, Bühnenerfahrung zu sammeln, berufliche Kontakte aufzubauen und ihre eigene künstlerische Zukunft aktiv mitzugestalten.

Von Anfang an war die Vision des Projekts klar: Bildung allein ist nicht ausreichend. Eine erfolgreiche künstlerische Laufbahn entsteht dort, wo qualitativ hochwertige Ausbildung mit praktischer Erfahrung, professionellen Netzwerken und persönlicher Begleitung verbunden wird.

Aus diesem Grund fiel im Beethoven-Jahr die Entscheidung, eine neue Bildungseinrichtung in Wien zu gründen – jener Stadt, die weltweit als eine der bedeutendsten Musikmetropolen gilt und deren Geschichte untrennbar mit den größten Komponisten der europäischen Musikgeschichte verbunden ist.

Am 18. Dezember 2020 wurden die ersten rechtlichen Schritte zur Gründung der Trägergesellschaft eingeleitet. Nach der Eintragung der Gesellschaft in das österreichische Firmenbuch am 30. Jänner 2021 begann die aktive Umsetzungsphase des Projekts.

Die Jahre von 2021 bis 2023 waren von intensiver Aufbauarbeit geprägt. In diesem Zeitraum wurden Verwaltungsstrukturen geschaffen, Strategien und Entwicklungsmodelle ausgearbeitet, Marktanalysen durchgeführt, rechtliche Grundlagen vorbereitet und organisatorische Voraussetzungen für die zukünftige Bildungseinrichtung geschaffen.

Ein wichtiger Meilenstein war die Einrichtung des dauerhaften Standortes in der Mühlgasse 28–30 im 4. Bezirk. Dort wurden die administrativen Strukturen aufgebaut sowie die ersten Unterrichts- und Veranstaltungsräume vorbereitet.

Parallel dazu entwickelte das Team eine aktive kulturelle Tätigkeit. Bereits vor der Gründung der Privatschule wurden internationale Meisterkurse, Konzerte und verschiedene Kulturprojekte durchgeführt. Zu den bedeutendsten Initiativen gehörten Meisterkurse mit renommierten Persönlichkeiten des Musiklebens sowie Konzertprojekte zur Förderung junger Talente.

Gleichzeitig entstand ein internationales Netzwerk aus Künstlern, Pädagogen, Kultureinrichtungen und Partnerorganisationen. Dieses Netzwerk entwickelte sich später zu einem wesentlichen Bestandteil der Bildungsphilosophie des Konservatoriums.

Im Jahr 2023 wurde das Vienna Beethoven Orchestra gegründet. Das Orchester entwickelte sich rasch zu einem der zentralen Kulturprojekte der Institution und debütierte bereits im August 2023 im Großen Saal des Musikvereins Wien, einem der renommiertesten Konzertsäle der Welt.

Nach mehreren Jahren der Vorbereitung wurde im Jahr 2024 der Antrag auf Errichtung der Privatschule „Vienna Beethoven Conservatory“ gestellt. Nach Abschluss der erforderlichen Prüfungsverfahren und einer positiven Begutachtung der Räumlichkeiten konnte im September 2024 der erste Unterrichtsbetrieb aufgenommen werden.

Am 20. September 2024 wurde die Bildungseinrichtung im historischen Ehrbar Saal mit einem festlichen Eröffnungskonzert offiziell eröffnet.

Konservatorium / Unterrichtsräume
Eingang: Mühlgasse 30, 2. Stock, 1040 Wien

Die offizielle Eröffnung des Vienna Beethoven Conservatory
Von links nach rechts: Luise Däger-Gregori, Hon. Prof. (UA) Siranush Galoyan-Tkachenko und Barbara Ortner.

Konzert zur Eröffnung des Konservatoriums
Vienna Beethoven Orchestra unter der Leitung von Johann-Sebastian Guzman

Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte im November 2025 mit der Genehmigung des Organisationsstatuts durch das Bundesministerium für Bildung. Damit wurden die rechtlichen Grundlagen der Privatschule offiziell bestätigt.

Im Mai 2026 erhielt die Privatschule „Vienna Beethoven Conservatory“ das Öffentlichkeitsrecht für das Schuljahr 2025/26, was einen weiteren bedeutenden Entwicklungsschritt der Privatschule darstellt.

Heute verfolgt das Vienna Beethoven Conservatory eine Bildungsphilosophie, in der musikalische Ausbildung nicht als Selbstzweck verstanden wird. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Entwicklung jedes Studierenden, die Zusammenarbeit mit erfahrenen Künstlern und Pädagogen, der Erwerb praktischer Erfahrungen sowie die Unterstützung beim Aufbau einer nachhaltigen beruflichen Laufbahn.

Die grundlegende Idee, die von den Gründern im Jahr 2020 formuliert wurde, ist bis heute unverändert geblieben:

Junge Talente sollen nicht nur ausgebildet werden. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, ihren Platz in der internationalen Musik- und Kulturlandschaft zu finden und ihre künstlerische Zukunft selbst aktiv zu gestalten.